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Basis-Installation

Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Installation eines openSUSE Leap wird es hier nicht geben. Daher hier nur ein paar Anmerkungen zum Festplatten-Management, der Software-Paket-Auswahl sowie der anschließenden Netzwerkkonfiguration.

Zur Installation eines invis-Servers ab Version 16.0 wird ein openSUSE Leap 16.x vorausgesetzt.

Software Auswahl

Der neue Installer Agama ist in seinen Möglichkeiten verglichen mit YaST extrem beschränkt. Schön daran ist aber, dass es im Grunde eine Webapplikation ist. D.h. Wenn der zu installierende Server in ihrem lokalen Netzwerk erreichbar ist, können Sie Agama im Browser Ihres Arbeits-PCs erreichen und bedienen.

Anders als in früheren Leap Versionen existiert die Rollenauswahl für das Setup im Agama-Installer nicht mehr.

…to be continued.

Festplatten-Management

Gerade im Hinblick auf das Datenträger-Management lässt Agama einiges zu Wünschen übrig. Dumm für die Server-Installation, Agama kann nicht mit Linux Software-RAID umgehen. Allerdings werden fertige RAID-Verbünde als Festplatten erkannt. Daraus folgt, dass ein SW-RAID gestütztes Setup mit Agama nur funktioniert, wenn der oder die RAID-Verbünde bereits zuvor via Kommandozeile in einem Rettungssystem oder einem Terminal des unter Agama laufenden Installationssystem erstellt wird.

Dem Festplattenmanagement sollten Sie besondere Aufmerksamkeit widmen, schließlich geht es um sinnvolle Nutzung Ihres Plattenplatzes, der Sicherheit Ihrer Daten und der Wartbarkeit des Servers. Wir erläutern das Management beispielhaft anhand eines von uns in der Praxis meist genutzten Setups.

Wir gehen hier davon aus, dass Sie keinen Hardware-RAID-Controller im Einsatz haben, sondern statt dessen auf ein Linux-Sowftware-RAID setzen. Vorteil dieser Methode ist auf jeden Fall, die Hardware-Unabhängigkeit sowie der Preisvorteil. Die Investition in einen Hardware-RAID-Controller macht sich hinsichtlich der höheren Performance bemerkbar.

Weiterhin gehen wir von einem einfachen Setup mit lediglich zwei Festplatten aus. Die Verwendung von mehr Festplatten und höheren RAID-Leveln läuft aber prinzipiell nach dem gleichen Schema ab.

Unabhängig von der Größe der eingesetzten Festplatten bevorzugen wir eine GPT-basierte Partitionierung. Es hat sich gezeigt, dass dies im Falle eines Festplattendefekts weitaus weniger Probleme bereitet, als eine MBR basierte Partitionierung. Die Verwendung von GPT Partitionstabellen ist ab openSUSE Leap die Vorgabe, Sie müssen also nichts anpassen.

Ziel des Setups ist also eine GPT-basierte Partitionierung. Je nach BIOS/UEFI muss am Anfang jeder Platte entweder eine 8MB große Partition vom Typ „BIOS Boot“ (Legacy Boot) oder eine min. 100MB große EFI-Boot-Partition (UEFI-Boot) angelegt werden, in die Grub seine Boot-Records speichert. Der verbleibende Platz wird mit zwei Partitionen des Typs „Linux RAID“ belegt, die zu einem RAID1-Verbund kombiniert werden. Darauf aufbauend wird die Verteilung des zur Verfügung stehenden Platzes mittels Logical-Volume-Management (LVM) erledigt. Partitionen für Swap sind nicht erforderlich, dies wird in Form von LVM-Logical-Volumes umgesetzt.

Hinweis: Wer sich statt dessen an einem vollständig manuellen Setup versuchen möchten findet hier eine nicht ganz aktuelle Anleitung.

Hinweis: Einige Funktionen des invis-Portals sowie des invis Server eigenen Backup-Tools gehen zwingend von der Kombination aus Software-RAID und LVM aus. Wählen Sie ein anderes Setup können diese Funktionen nicht oder nicht vollständig genutzt werden.

Einen Überblick über das für invis-Server angestrebte Datenträger-Layout, bietet folgende Grafik:

Partitionierungsbeispiel

Hinweis: Lesen Sie für Systeme mit Festplatten größer 2TB und/oder aktiviertem UEFI-Boot bitte die entsprechenden Hinweise hier.